(Bewegt-)Bildeinsatz in der Online-Kommunikation

Warum das Visualisieren von Inhalten so wichtig ist und auf was es dabei ankommt, haben wir bei einem Workshop erklärt. Von der Zielgruppenanalyse bis hin zum fertigen Marketingkonzept.

Letzte Woche gaben wir wieder einen Workshop am KIT Karlsruhe, Center für Innovation & Entrepreneurship – diesmal zum Thema (Bewegt-)Bildeinsatz in der Online-Kommunikation.

 

Weshalb?

Aus unserer Erfahrung haben jüngere Firmen oft kein ausgereiftes Marketing-Konzept und sind sich noch sehr unsicher, wie und wo sie Ihre potentiellen Kunden abholen möchten. Aus diesem Grund starten wir beim Kick-Off Event mit unseren Kunden selten mit einer Brainstorming-Einheit sondern oft noch einige Schritte vorher: Bei der Marketing-Strategie bzw. der Zielgruppenanalyse.

 

Um die Zielgruppe genau treffen zu können muss die zeitgemäße Filmproduktions-Agentur die Marketing-Klaviatur spielend beherrschen.

Hier möchten wir nochmals kurz die wichtigsten Erkenntnisse des Abends zusammenfassen:

 

  • Bilder werden schneller verarbeitet als Text – genauer gesagt 60.000x schneller
  • 90 % aller Informationen werden visuell wahrgenommen
  • der Trend geht von textbasierten Inhalten in Richtung visuelle Aufbereitung
  • Interessant: Dank schnellerer Mobilfunkverbindungen wird Handy-Videotraffic 2016 um 1800% zunehmen – Werbefilme werden statt nur im Wohnzimmer plötzlich überall verfügbar sein
  • Das Fernsehen wird langsam aber sicher durch Online-TV abgelöst werden
  • Für Unternehmen öffnen sich dadurch viele neue Channel

 

Visuelle Plattformen sind in aller Munde – dass youtube und Co. seit Jahren regelmäßig alle Rekorde brechen brauchen wir hier nicht erwähnen. Viel interessanter sind die Einsatzgebiete für Unternehmen.

 

Vorteile visueller Plattformen Vorteile visueller Elemente
  • Customer Engagement
  • schnellere Responsetime
  • Informationsfluss
  • höhere Mund-zu-Mund-Propaganda
  • Reichweite
  • Werbung
  • Markenführung
  • PR
  • Kundenbindung/Emotionen

 

Alles über Marketing in einer Grafik

Der wichtigste Teil des Workshops befasste sich mit unserer Marketing-Matrix. Sämtliche Strategien & Analysen des Marketing lassen sich auf folgende Grafik herunterbrechen:

Doch schauen wir uns die Grafik genauer an und gehen sie Schritt für Schritt durch. Wir gehen davon aus, dass unser Kunde unser Produkt nicht kennt und auch noch nie davon gehört hat: Er hat schlichtweg keinen Bedarf danach.

 

1. Positionierung

Das Unternehmen muss zum Kunden vordringen – dies passiert in den meisten Fällen über Reichweite. Es schaltet z.B. Fernsehwerbung oder setzt einen viralen Film in die Welt. Der Kunde sieht den Spot (er hat keine andere Wahl), z.B. in einer Werbepause und speichert die Informationen passiv in einer Schublade ab. Diese wird sofort danach geschlossen, der Kunde “vergisst” den Spot und schaut seinen Film nach der Pause weiter.

 

 

2. Basismarketing

Der Kunde hat nun ein Problem und sucht eine Lösung dafür. Dafür nutzt er auch das Internet und stößt auf Image-, Produktfilme, -Tutorials, Tipps usw. die das Unternehmen an den richtigen Kontaktstellen platziert hat. Da er das Produkt des Unternehmens schonmal zuvor “irgendwo” gesehen oder davon gehört hat – es liegt noch in der Schublade – assoziiert er mit dem bekannten Produkt im Gegensatz zu den unbekannten Produkten mehr Sympathie und Vertrauen.

 

 

3. Aktiver Vertrieb

Der Kunde fragt nun aktiv nach dem Produkt an und kauft es letztendlich auch. Um sich über die genaue Nutzung zu informieren schaut er sich die FAQs, Bedienungsanleitungen etc. auf youtube an. Versteht man so ja auch besser als geschriebener Text. Er ist glücklich und zufrieden mit seinem Produkt und empfiehlt es gerne weiter.

 

 

Situation in Deutschland

Soweit so gut. Aber unsere These ist folgende: In Deutschland fängt Marketing oft mit Schritt 2 an – und hört auch dort wieder auf. Doch um Neukunden generieren zu können ist schlichtweg die Reichweite in die Zielgruppe relevant. Und dies passiert ganz sicher nicht durch einen Standard-Imagefilm über das Unternehmen.

 

Nein, um als Unternehmen langfristig Erfolg haben zu können müssen sämtliche Instrumente bespielt werden – von Anfang bis Ende, um die Kunden an den verschiedenen Schnittstellen jeweils abholen zu können.


Tipp: Alle visuellen Umsetzung via Youtube sind übrigens höchst interessant als SEO-Instrument – Youtube wird als Suchmaschine Nr.2 gerankt seitdem sie bei Google ist.

 

Für alle, die noch nicht genug haben, gibt es hier noch die Folien vie Slideshare: